Gesundheit kommt vor der Leistung

„Die Arbeit am Menschen“ - gesundes Unterrichten: Tanzmedizin und Tanzpädagogik

Der Künstlerische Tanz beeinflusst den Menschen auf vielfältige Art und Weise:

Er fördert Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, Musikalität und Rhythmusgefühl und unterstützt die Entfaltung der Ausdruckskraft und der Kreativität.
Außerdem schult er Haltung, Körperbewusstsein und Leistungsfähigkeit.

Die Anforderungen an einen Tanzpädagogen sind somit sehr hoch, da er als Unterrichtender den Grundstein für eine gesunde und lange Tänzerkarriere oder auch eine erfüllte Freizeitbeschäftigung der Amateure legt.

Daher spielt die Tanzmedizin in der Tanzpädagogik eine sehr große Rolle.

Sie widmet sich insbesondere der Vorbeugung (Prävention) von Verletzungen sowohl bei dem Tanzpädagogen selbst, als auch im Umgang mit seinen Schülern.

Ein qualifizierter und durch fundierte tanzmedizinische Fachkenntnisse gestützter Unterricht beinhaltet den sorgfältigen Umgang mit den individuellen, anatomischen Gegebenheiten der Schüler. Zum Beispiel können Fehlhaltungen wie „Säbelbeine“, „Senkspreizfüße“ oder auch das häufig vorzufindende „Hohlkreuz“ durch gezielte Schulung verbessert werden. Ebenso sorgt ein verantwortungsbewusster Tanzpädagoge dafür, dass Schüler nicht vor dem 12 Lebensjahr, und nur nach intensiver, muskulärer Schulung und eingehender Prüfung der gegebenen anatomischen Voraussetzungen, am Spitzenunterricht teilnehmen darf.

Aufgrund der hohen Verantwortung gegenüber der Gesundheit der Schüler sollten fundierte, tanzmedizinische Kenntnisse für einen qualifizierten Tanzpädagogen verpflichtend sein. Um einen „gesunden“ Umgang und Unterricht „am Mensch“ zu gewährleisten, muss ein Tanzpädagoge sich bewusst sein, dass jeder Mensch unterschiedliche anatomische sowie physiologische Voraussetzungen mitbringt und diese immer individuell zu beurteilen sind.

Weitere Informationen und Ansprechpartner zur Tanzmedizin finden Sie auf den Seiten von tamed e.V., Tanzmedizin Deutschland, unter www.tamed.eu